500 Jahre St. Dionysius

... und was wird jetzt aus dem 500. Jubiläumsjahr der Dionysiuskirche?

So haben in den vergangenen Wochen viele Menschen aus Rheine immer wieder auch traurig nachgefragt. Vor allem auch deshalb, weil dieses Jahr für viele Rheinenser so vielversprechend begonnen hatte mit dem Eröffnungsgottesdienst, dem neuen Küsterkeller, der Kunstinstallation mit der Doppelschaukel in der Kirche und den ersten beiden Fastenpredigten – um nur einige wenige der bereits stattgefundenen Gottesdienste und Ereignisse zu nennen.

 

„Von einigen vorgesehenen Programmpunkten werden wir uns leider ganz verabschieden müssen, bei anderen werden wir überlegen, inwieweit wir sie auch bis ins Jahr 2021 hinein verschieben, bzw. nachholen können“, sagt Pastor Thomas Lemanski. Pastoralreferent Matthias Werth, Mitglied der Steuerungsgruppe für das Jubiläumsjahr, zieht angesichts der durchkreuzten Jubiläumsplanungen vorsichtige Parallelen zur Erbauungszeit der Dionysiuskirche: „Ich vermute, dass wir in diesen Monaten unseren Vorfahren vor über 600 Jahren viel näher gekommen sind, als wir es bei der Planung unseres Jubiläumsjahres jemals vermutet haben. Als man nämlich um 1400 mit dem Bau der neuen Kirche in Rheine begann, steckte allen noch die Pest in den Knochen, an der bis zu einem Drittel der damaligen Gesamtbevölkerung starb.“ Gerade diesen Menschen sei bewusst gewesen: „Sie sind nicht Herr ihres Lebens, denn ihre Pläne können jederzeit durch Unvorhergesehenes durchkreuzt werden, was ja dann während der langen Baugeschichte auch oft genug geschehen ist.“

 

Das Vorgehen bei den nächsten Programmpunkten des Jubiläumsjahres bis September stellt sich im Moment so dar:

- Die Kunstinstallation in der Dionysiuskirche kann zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden.

- Die Lebendige Kirchbauhütte zum Mitmachen vor der Kirche, vorgesehen ab dem 11. Mai, wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

- Der Feierabend für alle Ehrenamtlichen der Pfarrei am 5. Juni entfällt leider ebenfalls in diesem Jahr.

- Die für den 6. Juni vorgesehene Theateraufführung „Uta von Naumburg“ wird, wenn eben möglich, zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

- Das Festhochamt anlässlich der Ausstellungseröffnung „Bürgersinn und Seelenheil“ muss leider entfallen.

- Inwieweit zum Fronleichnamsfest am 11. Juni ein Gottesdienst im Freien möglich sein kann und Alternativen zur Fronleichnamsprozession möglich sind, muss noch geklärt werden.

- Das Jahrestreffen der „Pueri Cantores“ am 20. Juni entfällt leider ganz.

- Das Konzert des Kammerorchesters Rheine am 21. Juni wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

- Seitens der Elbphilharmonie in Hamburg wurde jetzt mitgeteilt, dass das Konzert für Nachtschwärmer am 27. Juni nicht stattfinden kann. Informationen zur Rückabwicklung der Eintrittskarten befindet sich in einem extra Artikel auf der Homepage. Somit muss leider auch die Einstimmung auf das Konzert am 22. Juni in der Dionysiuskirche entfallen.

- Der Orgelsommer wird – wenn überhaupt – nicht in der gewohnten Form stattfinden können. Das geplante Abschlusskonzert am 6. September entfällt in jedem Fall.

- Der für den 5. September vorgesehene ökumenische Kirchenmarkt wird nicht wie geplant stattfinden und in das Jahr 2021 verschoben werden.

- Wann wieder Führungen durch die Kirche und Besuche des Küsterkellers möglich sein werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

 

Im Blick auf die vielen Absagen und noch zu planenden Verschiebungen hofft Pastor Lemanski „dass wir uns doch etwas von der Freude, die ich am Anfangs unseres Jubiläumsjahres gespürt habe, hinüber retten können in die Zeit nach der Krise und dass wir dann umso erfreuter manches nachholen können.“

 

Mittlerweile sind auch viele Video-Berichte über unterschiedliche Programmpunkte im Jubiläumsjahr fertig gestellt worden und können hier angeschaut werden.