500 Jahre St. Dionysius

... und was wird jetzt aus dem 500. Jubiläumsjahr der Dionysiuskirche?

So haben in den vergangenen Wochen viele Menschen aus Rheine immer wieder auch traurig nachgefragt. Vor allem auch deshalb, weil dieses Jahr für viele Rheinenser so vielversprechend begonnen hatte mit dem Eröffnungsgottesdienst, dem neuen Küsterkeller, der Kunstinstallation mit der Doppelschaukel in der Kirche und den ersten beiden Fastenpredigten – um nur einige wenige der bereits stattgefundenen Gottesdienste und Ereignisse zu nennen.

 

„Von einigen vorgesehenen Programmpunkten werden wir uns leider ganz verabschieden müssen, bei anderen werden wir überlegen, inwieweit wir sie auch bis ins Jahr 2021 hinein verschieben, bzw. nachholen können“, sagt Pastor Thomas Lemanski. Pastoralreferent Matthias Werth, Mitglied der Steuerungsgruppe für das Jubiläumsjahr, zieht angesichts der durchkreuzten Jubiläumsplanungen vorsichtige Parallelen zur Erbauungszeit der Dionysiuskirche: „Ich vermute, dass wir in diesen Monaten unseren Vorfahren vor über 600 Jahren viel näher gekommen sind, als wir es bei der Planung unseres Jubiläumsjahres jemals vermutet haben. Als man nämlich um 1400 mit dem Bau der neuen Kirche in Rheine begann, steckte allen noch die Pest in den Knochen, an der bis zu einem Drittel der damaligen Gesamtbevölkerung starb.“ Gerade diesen Menschen sei bewusst gewesen: „Sie sind nicht Herr ihres Lebens, denn ihre Pläne können jederzeit durch Unvorhergesehenes durchkreuzt werden, was ja dann während der langen Baugeschichte auch oft genug geschehen ist.“

 

Im Blick auf die vielen Absagen und noch zu planenden Verschiebungen hofft Pastor Lemanski „dass wir uns doch etwas von der Freude, die ich am Anfangs unseres Jubiläumsjahres gespürt habe, hinüber retten können in die Zeit nach der Krise und dass wir dann umso erfreuter manches nachholen können.“

 

Mittlerweile sind auch viele Video-Berichte über unterschiedliche Programmpunkte im Jubiläumsjahr fertig gestellt worden und können hier angeschaut werden.